Katastrophenhilfe für die Tiere Haitis

Großeinsatz für die WSPA-Katastrophenhilfe: Aufgrund der Folgen des schweren Erdbebens auf Haiti im Januar 2010 waren zahlreiche Tierleben in großer Gefahr. Mitarbeiter der von der WSPA geführten Animal Relief Coalition for Haiti (ARCH) konnten mehr als 25.000 Tiere vor Ort tierärztlich versorgen.

Mithilfe einer mobilen Tierklinik war es der Koalition möglich, die betroffenen Tiere auch in entlegenen Gebieten zu erreichen und zu behandeln. Im Anschluss daran wurden weitere Maßnahmen eingeleitet, um ein Wohlergehen der Menschen und Tiere auch auf lange Sicht zu gewährleisten. 

Unmittelbar nach den verheerenden Beben, die Anfang des Jahres den karibischen Inselstaat Haiti erschütterten, gründeten die WSPA und der Internationale Tierschutzfond (IFAW) die Animal Relief Coalition for Haiti (ARCH). Der Koalition, deren Ziel es war, die Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Tiere zu koordinieren, schlossen sich viele weitere internationale Tierschutzorganisationen an.

Im Laufe von Gesprächen mit den haitianischen Behörden über die verzweifelte Lage der Tiere wurde die WSPA gebeten, so schnell wie möglich auf dem Gebiet der Katastrophenhilfe mitzuwirken. Seitdem arbeitet die Koalition eng mit der haitianischen Regierung und den Vereinten Nationen zusammen, um die wichtigsten Probleme im Bereich der Tiernothilfe anzugehen.

Nach der Katastrophe war die gesundheitliche Stabilisierung der Tiere am dringendsten. Nachdem die Mitarbeiter des ARCH-Teams in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince eingetroffen waren, begannen sie mit einer medizinischen Erstversorgung  der zahlreichen verletzten, hungernden oder herrenlosen Tiere.

 

Mobile Tierklinik erreicht entlegene Gebiete

Kinder beobachten wie ein Tierarzt von ARCH einen Hund untersucht

Wichtigstes Hilfsmittel der ARCH stellte dabei eine mobile tierärztliche Klinik dar. Diese ermöglichte es dem Team nicht nur stationär in der haitianischen Hauptstadt zu arbeiten, sondern auch in entlegene Gebiete vorzudringen, die ebenso von den heftigen Beben betroffen waren. Zu den am häufigsten behandelten Tieren gehörten Schweine, Ziegen und Hunde, aber auch Katzen, Kühe und Pferde wurden versorgt und geimpft. Nachdem sich um ihre Wunden gekümmert worden war, erhielten sie sauberes Trinkwasser und kräftigendes Futter.  

Enorm wichtig für ein schnelles Eingreifen der ARCH waren die zahlreichen, großzügigen Spenden der Unterstützer der WSPA. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, an alle, die an die bedürften Tiere Haitis gedacht haben. Durch Verhandlungen mit der haitianischen Regierung konnte die WSPA zudem erreichen, dass 1,1 Mio. Dollar für den Tierschutz im Jahr 2010 zugesichert wurden.

 

Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe

Mit diesen ersten Aktionen zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes der Tiere endete das Engagement der ARCH vor Ort nicht, da eine langfristige Verbesserung der Lebensumstände der Tiere nur durch die Aufklärung der Bevölkerung erreicht werden kann. Zudem musste die fast vollständig zerstörte veterinärmedizinische Infrastruktur des Inselstaates wieder aufgebaut werden.

Zu den verschiedenen Maßnahmen, die der Vorsorge und dem Wiederaufbau dienen, gehören beispielsweise:

  • Impfungen für Kühe, Pferde, Esel und Haustiere.

  • Öffentlichkeitsarbeit rund um die Hilfsmaßnahmen des ARCH-Teams, damit die Menschen ihre Tiere in die Einrichtungen bringen, zu deren Aufbau ARCH beiträgt.

  • Weiterbildung für Tierärzte und Mitarbeiter der öffentlichen Gesundheitsbehörden.

  • Aufbau von solarbetriebenen bzw. mobilen Kliniken, sowie Ankauf von Ausrüstung für den Transport und die Lagerung von Medikamenten zur Unterstützung von Impfprogrammen und Behandlungen.

  • Kauf von speziellen Medikamenten, Impfstoffen usw. zur Verteilung an die Bevölkerung für die Tiere.

  • Eine „Volkszählung“ von Hunden und Katzen auf Haiti, auf deren Grundlage die Zahl von Tollwutfällen sowie der Bedarf an Laborausrüstung ermittelt werden soll.

Auch mehrere Monate nach der Katastrophe versorgen wir weiterhin die Flutopfer in Pakistan und unterstützen den Vets Care Club (VCC), Kot Adu. Bisher haben wir etwa 2.750 Tiere gegen Maul- und Klauenseuche geimpft und bei 2.654 eine Wurmbehandlung durchgeführt. Diese Krankheiten treten sehr häufig bei Tieren in Überschwemmungsgebieten auf. Mit unseren Behanldungen stärken wir die Tiere und bauen ihre Widerstandskraft für den kommenden Winter auf. Zusätzlich spenden wir dem VCC medizinische Geräte, mit denen sie auch zukünftige Katastrophen besser bewältigen können.

 

 

 

Bilder von unserem Team auf Haiti finden sie hier >>

wspa_haiti_collecktion

 

Hier geht es direkt zum Video - Haiti: Sechs Monate nach dem Erdbeben >>

haiti-video-grossimText

 

 

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