
Die WSPA setzt sich für den Tierschutz bei Katastrophen ein. Wir wissen, dass auch die Tiere Leid und Schmerz fühlen können. Unsere Arbeit hilft den Menschen, die Opfer einer Katastrophe wurden, indem wir die Grundlage der Landbevölkerung erhalten und geliebte Gefährten retten.
In weiten Teilen der Entwicklungsländer sind Tiere und Menschen voneinander abhängig. Die Menschen sind zum Bewirtschaften des Ackerlands auf ihre Tiere angewiesen und benötigen sie außerdem als Nahrungs- und Transportmittel.
Einer Statistik der UN zufolge halten ein Viertel aller weltweit in Armut lebenden Menschen Tiere. In diesen Gemeinden nehmen gesunde Tiere ein wesentlichen Platz ein bei:
Die WSPA berücksichtigt dies und arbeitet daran, die Gemeinden auf die Auswirkungen einer Katastrophe auf ihre Tiere vorzubereiten, um mögliches Leid auf ein Minimum zu reduzieren.
In Katastrophengebieten sind Tiere oft verschollen oder sie werden ausgesetzt und leiden sehr stark unter Verletzungen und Krankheit. Hunger und Dehydration führen zum Tod.
Es kann zu Konflikten zwischen Tieren und Menschen kommen – das eingeschränkte Lebensmittel- und Hilfsangebot ist möglicherweise nicht ausreichend für beide.
Unter Umständen haben die Menschen keine Einnahmequellen mehr und können ihr Leben nicht wieder aufbauen, wenn ihre Arbeitstiere getötet oder verletzt werden beziehungsweise verschollen sind.
Ohne gesunde Tiere können die Menschen nicht reisen und verfügen über keine langfristige Einnahmequelle. Der Verlust von Haustieren hingegen verstärkt den psychischen Stress, dem Katastrophenopfer ohnehin ausgesetzt sind.
Wenn auch die Tiere bei Katastrophen gerettet werden, benötigen die betroffenen Gemeinden auf lange Sicht weniger Unterstützung – sie können ihre Unabhängigkeit leichter wieder herstellen.
Durch ein Partnerschaftsprojekt der WSPA im afghanischen Jalalabad konnte die Mortalität von Pferden und Maultieren um 85 Prozent verringert werden. Dadurch konnte Arbeit erhalten und die finanzielle Zukunft der ärmsten Menschen gesichert werden.
Die Tiere zu schützen, kann dazu beitragen, die Auswirkungen einer Katastrophe auf arme Gemeinden zu verringern. Die Tiere nicht zu schützen, kann zu einer Verschlechterung der Situation beitragen.
Mehr zum Katastrophenmanagement der WSPA in Bangladesh und Nicaragua.