Orang-Utans

Orang-Utans sind sehr intelligent und sensible. Sie werden oft als die

Der Orang-Utan ist der nächste Verwandte des Menschen. Seine Heimat ist der Regenwald. Doch sein Lebensraum wird zerstört und der rote Menschenaffe skrupellos gejagt und getötet. Er ist ein Opfer der stetig wachsenden Palmöl-Industrie und des illegalen Haustierhandels.

Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS): Das ist die weltweit größte Auffangstation für die vom Aussterben bedrohten Menschenaffen. Mehr als 1.000 Tiere haben dort stetig oder vorübergehen ein Zuhause gefunden. Wenn möglich, werden sie wieder ausgewildert, in geschützte Gebiete. Im Moment leben etwa 650 Tiere dort. Die meisten von ihnen sind Waisen, deren Mütter auf Palmöl-Plantagen getötet wurden. Im Zentrum BOS finden die traumatisierten und verletzten Tiere Unterschlupf und erhalten die nötige medizinische Versorgung.

 

Doch es fehlte die Finanzierung

Im Jahr 2007 stand das Schutzzentrum kurz vor der Schließung. Die BOS-Stiftung konnte dieses großartige Projekt nicht alleine bestreiten. Die WSPA hat sofort unterstützend eingegriffen. Unsere Fördermitglieder haben letztlich das Zentrum, und die darin lebenden Menschenaffen, dauerhaft gerettet!

Seitdem sorgt die WSPA dafür, dass die BOS-Stiftung ihre wichtige Arbeit fortsetzen kann. Wilde Orang-Utans wurden geborgen und in sichere Urwaldgebiete umgesiedelt. Waisen werden durch intensive Pflege im Schutzzentrum „Nyaru Menteng“, wieder aufgepäppelt.

Die WSPA schickte Fachleute nach Borneo: Gemeinsam mit BOS entwickelten sie einen Marketingplan und ein neues Führungs- und Verwaltungssystem. Ab 2012 sollte BOS unabhängig sein. Schrittweise schaffte es BOS, immer mehr laufende Kosten selber zu tragen. Ende 2010 war BOS schließlich in der Lage, ohne die Unterstützung der WSPA weiter zu bestehen!

Das haben wir gemeinsam geschafft

Pflege verwaister Orang-Utans

2011 ist das letzte Jahr einer erfolgreichen Partnerschaft zwischen der WSPA und der BOS Stiftung. Das ist aber kein Grund zur Traurigkeit, im Gegenteil: Durch die Unterstützung der WSPA konnte das Fortbestehen des „Nyaru Menteng“ Schutzzentrums und der BOS-Stiftung gesichert werden.

Nach vier Jahren ist BOS nun in der Lage, sich selbst zu finanzieren und sich zu vergrößern. Die Stiftung kauft stetig Waldstücke dazu, um noch mehr Orang-Utans Sicherheit zu gewähren.  

Hintergrund

Palmöl fließt in unsere Autotanks und wird verarbeitet in Kosmetik, Schokolade oder Fertigprodukten. Um Ackerland für die Palmölplantagen zu gewinnen, legen Plantagenbesitzer auf der Insel Borneo bewusst Feuer. Dadurch werden massiv Waldgebiete zerstört, weniger als 30 Prozent des indonesischen Regenwaldes sind noch übrig. Die Lebensgrundlage der Orang-Utans bricht weg.

Obdachlos und auf der Suche nach Nahrung ziehen die Affen durch die Wälder. Geraten sie auf Palmöl-Plantagen, werden sie von Feldarbeitern erschlagen. Auch in der Nähe von Dörfern sind sie in Gefahr: Aus Angst, die Tiere könnten ihre Felder zerstören, töten die Bewohner umherziehende Orang-Utans. Ihre Jungtiere – häufig bei solchen Übergriffen verletzt und verstümmelt – werden illegal verkauft.

Rettung, Rehabilitation und Auswilderung

Mit der WSPA-Ausbildung erhält die Borneo Orang-Utan Survival Foundation viel Potential

Die BOS-Stiftung ist die einzige Organisation, die sich aktiv für die Rettung, Rehabilitation und Auswilderung dieser friedlichen Menschenaffen einsetzt.

In der Wildnis zu überleben, Feinde zu erkennen und Nahrung zu finden, diese Fähigkeiten konnten die Affenkinder nicht von ihren Müttern lernen. Deswegen bringen die Mitarbeiter des Schutzzentrums sie ihnen bei – bis die roten Menschenaffen wieder in geschützte Gebiete entlassen werden können.

Wir danken der Borneo Orangutan Survival Foundation für diese wichtige Arbeit!

 


 

Page tools:
Share Share, Bookmark, Email or Print

Connect with WSPA on:

FacebookTwitterYouTubeFlickr