
Bei Stierkämpfen treten Männer, ausgerüstet mit Widerhakenspießen, Speeren, Schwertern und Dolchen, gegen Stiere an. Die Waffen sind so konzipiert, dass sie dem Tier intensive Schmerzen zufügen und starken Blutverlust verursachen um den Stier zu schwächen.
Heute finden Stierkämpfe noch immer in mehreren europäischen Ländern und Teilen Lateinamerikas statt. Die schwindende Anzahl der Stierkampfunterstützer betrachtet diesen „Sport“ als „Kunstform“.
Die WSPA vertritt die Meinung, dass diese gewalttätige Form des Tiermissbrauchs weltweit verboten werden sollte.
Mit unserer Antistierkampfkampagne konzentrieren wir uns besonders auf eine Region, denn diese steht kurz vor einem Stierkampfverbot: Katalonien.
Dank der Zusammenarbeit von WSPA und ihrer spanischen Mitgliedsorganisation ADDA (Asociación Defensa Derechos Animal) ist Katalonien im Kampf gegen den Stierkampf mittlerweile zur führenden Region geworden.
Unsere Kampagne trifft auf breite öffentliche Resonanz, so dass viele Menschen in dieser blutigen Auseinandersetzung das erkennen, was sie tatsächlich ist: Ein brutaler Zeitvertreib für den es in unserer modernen Gesellschaft keinen Platz geben darf.
Ein Verbot in Katalonien würde ein sehr wichtiges Zeichen setzen und unser langfristiges Ziel unterstützen: Ein Ende der Stierkämpfe in allen Regionen der Welt.
April 2004: Die katalanische Stadt Barcelona erklärt sich zur stierkampffreien Stadt.
April 2005: Einbringung eines Gesetzesentwurfs zum Stierkampf-Verbot in das Katalanische Parlament.
April 2007: Vier Europa-Abgeordnete fordern in einer schriftlichen Erklärung an das Europäische Parlament ein EU-weites Stierkampfverbot. Die notwendige Mehrheit für ein Verbot kommt jedoch nicht zustande.
Mai 2007: Peter Davies, Generaldirektor der WSPA, fordert in einem Brief an die UNESCO, dass Stierkämpfe nicht als „unangreifbares Kulturerbe“ anerkannt werden sollen.
Juni 2007: WSPA und ADDA protestieren gegen Stierkämpfe in Barcelonas Stierkampfarena „La Monumental“. Nicht nur Aktivisten, sondern auch Anwohner gingen auf die Straße. Mittlerweile unterstützen mehr als 500.000 Menschen die Kampagne mit ihrer Stimme.
August 2007: Der spanische Fernsehsender TVE erklärt, keine Stierkämpfe mehr am Nachmittag oder frühen Abend auszustrahlen. Grund: Derartige Bilder seien schlecht für das Wohl der Kinder – damit bestätigt der Sender, dass Stierkämpfe grausam sind.
Eine Gallup-Umfrage ergab, dass mehr als 72% der Spanier kein Interesse an Stierkämpfen haben.
In der letzten aktiven Stierkampfarena werden aufgrund des nachlassenden Interesses nur noch vierzehntägig statt wöchentlich Kämpfe ausgetragen.
Stadträte aus nunmehr 45 Städten und Großstädten positionieren sich gegen den Stierkampf.
Als erste amerikanische Stadt erklärt sich Baños de Agua Santa in Ecuador 2007 als Antistierkampfstadt.
Auch wenn sich heute mehr Menschen gegen diesen „Sport“ aussprechen, gibt es nach wie vor Befürworter. Solange Matadore gegen Stiere antreten, muss unser Kampf gegen den Stierkampf weitergehen.
Rituelle Tötungen von Tieren sind weder zeitgemäß noch notwendig. Deshalb fordern WSPA und ADDA ein sofortiges Ende der Stierkämpfe. Das Morden in der Arena vor johlendem Publikum muss aufhören. Bei jedem Stierkampf steht der Verlierer von vornherein fest. Der Stier geht langsam, qualvoll und chancenlos seinem Tod entgegen.
2005 wurde zum ersten Mal in der spanischen Geschichte ein Gesetz zum Stierkampfverbot vorgeschlagen. Fast eine Millionen Menschen haben bisher unsere Petition unterzeichnet, mit der das Stierkampfverbot mit oberster Priorität im Katalanischen Parlament Beachtung finden soll.
Unterstützen Sie das Gesetz zum Stierkampfverbot und nehmen Sie an der Online-Petition teil >>
Spanien ist ein beliebtes Urlaubsland und viele von Ihnen fahren gern dorthin. Als Tourist und Tierfreund bitten wir Sie, keine Stierkämpfe zu besuchen. Die Stierkampf-Industrie ist auf die finanzielle Unterstützung neugieriger Touristen angewiesen. Durch Ihr Fernbleiben helfen Sie den Stieren.
Mehr über verantwortungsvolles Reisen erfahren Sie hier >>
Die WSPA-Mitgliedsorganisation „Bündnis gegen grausame Sportarten“ (League Against Cruel Sports) hat ein weltweit gültiges Antistierkampf-Versprechen ins Leben gerufen. Machen Sie sich stark für Stiere und bekennen Sie sich zu Ihrem Versprechen, Stierkämpfe nicht zu besuchen.