
Die WSPA verwendet moderne wissenschaftliche Methoden, um zu beweisen, dass es keine humane Methode gibt, Wale auf hoher See zu töten. Aus diesem Grund sind wir davon überzeugt, dass der kommerzielle Walfang endgültig verboten werden muss.
Bisher wissen wir noch sehr wenig über das Verhalten von Walen unter Wasser. Jedoch haben die bisherigen Forschungsergebnisse gezeigt, dass viele Walarten über komplexe soziale Verhaltensmuster und Kommunikationsmöglichkeiten verfügen.
Ihre Fähigkeit des kulturellen Lernens wird zum Beispiel durch die Gruppengesänge männlicher Buckelwale demonstriert. Tatsächlich ist das Gehirn einiger Walarten in Bezug auf ihre Struktur und Komplexität, jenem der Primaten, einschließlich dem der Menschen, sehr ähnlich.
Uns verbindet der Mutterinstinkt: Wale habe eine sehr enge Beziehung zu ihren Jungen. Es wurde sogar beobachtet, dass Grönlandwale ihre Jungen auf dem Rücken tragen.
In Bezug auf ihr Verhalten gibt es noch sehr viel zu entdecken. Nachgewiesen ist aber, dass Wale, die gejagt werden, extremen Belastungen und Schmerzen ausgesetzt sind.

Angeschossene Wale sterben einen grausamen Tod. Die Fangmethoden haben sich in den letzten 100 Jahren kaum verändert:
Die Waljagd beginnt mit einer stundenlangen Hetzjagd, die den Wal allmählich erschöpft. Sobald er in Schussweite ist, feuern die Jäger eine Explosionsharpune auf ihn ab. Diese dringt bis zu 30 Zentimeter in den Körper des Tieres ein, bevor sie detoniert.
Die unruhige See, die Bewegungen des Wals und das Schlingern des Bootes machen einen gezielten tödlichen Schuss fast unmöglich.
Selbst wenn ein gezielter Schuss gelingt, tötet die Harpune den Wal selten auf der Stelle. Stattdessen verursacht sie einen massiven Schock und schwere Verletzungen. Den ungezielten Schüssen folgt ein weiteres Beschießen mit Harpunen und Gewehren. Die Jäger hieven dann das verletzte Tier auf ihr Boot und schlachten es. Sie wissen nicht, ob der Wal tot ist. Er kann riesige Mengen an Sauerstoff speichern und alle Organe bis auf die wichtigsten abschalten.
Die Internationale Walfangkommission ist der Meinung, dass die Kriterien der Walfänger zur Beurteilung des genauen Todeszeitpunkts unzureichend sind. Das bedeutet, dass der Wal auch dann noch Schmerzen empfinden kann, wenn er als tot gilt.
Die Walfänger behaupten häufig, dass die Wale innerhalb von zwei Minuten sterben. Die WSPA verfügt über Beweise, dass der Todeskampf über eine Stunde andauern kann.